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Person

Noddack, Walter

Kommissarische Vertretung der Professur für Chemie; Leiter des Staatlichen Forschungsinstituts für Geochemie in Bamberg

Profil

Name
Noddack
Vorname
Walter
Alle Vornamen
Friedrich Karl Walter
Konfession
ev.-luth.
Geschlecht
männlich
Akademischer Titel
Prof. Dr. phil.
Bildnachweis
Universitätsarchiv Bamberg
DNB-Link
Referenzen und Quellen
AUB, V A 161
Tilgner, Hans-Georg: Forschen - Suche und Sucht: kein Nobelpreis für das deutsche Forscherehepaar, das Rhenium entdeckt hat. Biografie und Wirken von Ida Noddack-Tacke (1896 - 1978) und Walter Noddack (1893 - 1960). Hamburg 1999.
Bayer, Otto, Holleck, Ludwig, Eggert, John und Remy, Heinrich: Walter Noddack (1893-1960). Zu seinem 70. Geburtstag am 17. August 1963. In: Chemische Berichte 96/8 (1963), S. XVII–LII.
BayHStA, MK 44605
Eckert, Georg: Walter Noddack zum 100. Geburtstag. In: Berichte der Naturforschenden Gesellschaft Bamberg 68 (1993), S. 113–123.
Web-Links
Weitere Informationen
Lehnte zwischen 1922 und 1935 Rufe an mehrere in- und ausländische Universitäten ab, u.a. Harvard/USA, John Hopkins/USA, Taschkent/Sowjetunion, Leningrad (St. Petersburg)/Sowjetunion.
Trat 1938 aus der evangelischen Kirche aus und war seitdem konfessionslos.
Bescheid der Spruchkammer des Landkreises Staffelstein, 10.01.1947: nicht betroffen
Wohnort 1946: Grundfeld Nr. 34 (bei Lichtenfels); Wohnort 1950: Grundfeld 13a; Wohnort 1953: Bamberg, Obere Seelgasse 2 Wohnort 1957: Bamberg, Urbanstraße 5
Zusammen mit Ida Tacke und Otto Berg entdeckte Walter Noddack 1925 und 1927 die Elemente 75 (Rhenium) und 43 (Technetium, ursprünglich Masurium). 1931 wurden er und Ida Noddack (geb. Tacke) mit der Liebig-Denkmünze der Gesellschaft Deutscher Chemiker ausgezeichnet. 1934 erhielt Walter Noddack die Scheele-Medaille der Schwedischen Chemischen Gesellschaft.

Lebensdaten

EreignisOrtDatum
GeburtBerlin17.08.1893
TodBamberg07.12.1960

Familie

Eltern

Partner

Werdegang

Studium

StudienfachVonBis
186. Gemeindeschule in Berlin18991903
IX. Realschule in Berlin19031909
Friedrich-Werdersche-Oberrealschule Berlin19091912
Studium Chemie, Physik und Mathematik an der Universität Berlin und an der Bergakademie Berlin10.191207.1914
Studium Chemie, Physik und Mathematik in Berlin11.191802.1919

Lebensabschnitt

EreignisKörperschaftVonBisAnmerkung
Militärdienst05.08.191430.11.1918
Regierungsrat an der Physikalisch-Technischen ReichsanstaltPhysikalisch-Technische Reichsanstalt01.08.192231.03.1935Leitung des Chemischen Laboratoriums 1927-1935, Gründung des photochemischen Laboratoriums 1929.

Qualifikation

QualifikationKörperschaftDatumDokument
Chemisches Verbandsexamen02.1919
Dr. phil.Humboldt-Universität zu Berlin10.11.1920Experimentelle Beiträge zu Einsteins photochemischen Aequivalentgesetz

Akademischer Werdegang

Karriere

KarriereschrittKörperschaftVonBisAnmerkung
Assistent am Institut für physikalische ChemieHumboldt-Universität zu Berlin01.10.192031.07.1922
Ordentlicher Professor für physikalische ChemieAlbert-Ludwigs-Universität Freiburg01.04.193531.10.1941
Ordentlicher Professor für physikalische ChemieReichsuniversität Straßburg01.11.194120.11.1944Noddack gibt in seinem Lebenslauf den Beginn mit 01.04.1942 an. Allerdings war er wohl bereits seit 01.11.1941 in Straßburg beschäftigt (Beginn des Besoldungsdienstalters) - eventuell wurde er erst im April 1942 zum ordentlichen Professor ernannt. Offiziell war Noddack dort bis 30.06.1945 angestellt, durch die Einnahme Straßburgs endete seine Tätigkeit dort aber bereits Ende 1944. Auch das Datum der Kapitulation am 08.05.1945 wird als mögliches Datum im Personalakt im BayHStA angegeben. In Straßburg außerdem Direktor des Vierjahresplaninstituts für Photochemie 1941-1945.
Kommissarische Vertretung der Professur für ChemiePhilosophisch-Theologische Hochschule Bamberg, Philosophische Abteilung01.01.194730.06.1957Die Lehraufgaben umfassten besonders physikalische Chemie, von WiSe 1946/47 bis WiSe 1949/50 auch anorganische Chemie. Die „kommissarische Vertretung“ blieb bestehen, sodass Noddack nie in eine außerordentliche oder ordentliche Professur eingewiesen wurde. Als Amtsbezeichnung wurde „o. Professor z. Wv.“ verwendet.
Honorarprofessor für ChemieFriedrich-Alexander-Universität Erlangen17.05.195712.07.1960
Lehrbeauftragter für ChemiePhilosophisch-Theologische Hochschule Bamberg, Philosophische Abteilung10.195710.1958

Amt

AmtKörperschaftVonBis
Vorstand der Naturwissenschaftlichen Sektion in der Philosophischen FakultätPhilosophisch-Theologische Hochschule Bamberg01.04.195130.09.1955

Mitgliedschaft

TypKörperschaftVonBis
Mitglied der kaiserlich leopoldinischen Akademie der NaturforscherDeutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina19371960
Leiter des Staatlichen Forschungsinstituts für Geochemie in BambergStaatliches Forschungsinstitut für Geochemie01.07.195706.12.1960

Ehrungen

EhrungKörperschaftDatumAnmerkung
Eisernes Kreuz II. Klasse1916
Verdienstkreuz für Beamte1937
Kriegsverdienstkreuz II. Klasse1938
Kriegsverdienstkreuz I. Klasse1944Dieses erhielt Noddack für den schnellen Aufbau des chemischen Instituts in Straßburg.
Bundesverdienstkreuz I. KlasseBundesrepublik Deutschland19.10.1959

Permalink: https://professorenkatalog.uni-bamberg.de/handle/profkat/1588 · Daten als JSON

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Datenstand: 04.11.2026

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